Archiv: April 2018

Rot. Roter Sand auf dem Weg.

26. April 2018
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Rot. Roter Sand auf dem Weg.

Der sandige Gehweg ist rot. Eine Bank und ein Vogel. Ein Vogel und eine Bank. Der Vogel war tot. Das Blut überm rechten Auge war schwarz oder rot? Oder saß einer im Sand oder über den Vogel gebeugt auf der Bank. Über gebeugt einer den Vogel. Früher hingen Vögel noch in der Luft. Der...

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Unbedarfter Laie

25. April 2018
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Einige Städte in Deutschland können mit sogenannten Bauhaussiedlungen aufwarten. Jeden Tag kommen hierhin einige Touristengruppen, meist ältere Besucher, die Zeit und Interesse haben. Mit guten Informationen ausgestattet, meist auch von professionellen Vorträgen begleitet stehen sie staunend vor den Vorbildern der internationalen Architektur des 20. und 21. Jahrhunderts. Obwohl hundert Jahre ins Land gestrichen sind,...

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Zeichnung auf Karton

24. April 2018
Von
Zeichnung auf Karton

  *** Weiterführend → Eine  Würdigung von Jürgen Diehl finden Sie hier. Hören Sie auch die Hommage an Jürgen Diehl auf MetaPhon.

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Bibliophile Kostbarkeiten

23. April 2018
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  Jeder spricht seine eigene Sprache, selbst wenn er eine Ahnung von der Sprache des anderen hat. Jacques Derrida Vorbemerkung: Zum Welttag des Buches, ein Hinweis auf bibliophile Kostbarkeiten de Edition Das Labor. Die Kulturnotizen dokumentieren den Weg des Herrn Nipp seit 1994 mit der Reihe Das Mittelmaß der Welt, die Sie bis 2019...

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23. April 2018
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  Ratschlag   Halte dich in offene Armklammern gefaltet:   Hier ist alles zu langsam oder zu schnell für die Angst     ***   Weiterführend → Ein Porträt von Sophie Reyer findet sich hier. In ihrem preisgekrönten Essay Referenzuniversum geht sie der Frage nach, wie das Schreiben durch das schreibende Analysieren gebrochen wird. Vertiefend...

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Das gekommene Wort

22. April 2018
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Das gekommene Wort

Das gekommene Wort, in der ausgehöhlten Seite eines wiederholbaren Fehlers. Die Stirn wechselt Farben beim Aussprechen, der Ort des Heraustretens ist nicht aufzuspüren. Das Wort selbst ist WORT nicht mehr, als Verfügtes. Ab dann sind Gründe genug, einen Ort zu benennen, seichte Gründe künstlich angelegt, und das Widerstrebende tritt in seine Aufhebung. Was von...

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Ideen liegen in der Luft

22. April 2018
Von
Ideen liegen in der Luft

Nahezu zehn Jahre nach dem Erscheinen der Novelle Vignetten von A.J. Weigoni hat Hans Magnus Enzensberger „99 literarische Vignetten aus dem 20. Jahrhundert“ zusammengestellt. In der SZ erwartete Helmut Böttiger gar nicht erst den großen Tiefgang in Hans Magnus Enzensbergers Vignetten über Autoren, die dem 20. Jahrhundert noch einmal von der Schippe geshüpft sind: „Vignetten“...

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für G.

21. April 2018
Von
für G.

  Es war fürs paaren zu weit Das jahr sagte: nun ist genug Da gab uns die gegenzeit zusammen: setzte und schlug Wir trafen einander im laub der himmel voll wind   du gingst vor Ich hatte nichts als haut und sommer verweste im ohr   Ich suchte nach altem gesetz gehämmert im himmelsschild warf...

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Der Vegetarier

20. April 2018
Von
Der Vegetarier

  *** Gott schmiert keine Stullen von Eva Kurowski, rowohlt Weiterführend → Lesen Sie auch das Porträt der einzigartigen Proletendiva aus dem Ruhrgebeat auf KUNO.

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Den Kanon erweitern

19. April 2018
Von
Den Kanon erweitern

Als der Nobelpreis für Bob Dylan verkündet wurde, teilten sich die Geister in Enthusiasten und Enttäuschte: ein gefundenes Fressen für alle diejenigen, die online ihre literarischen Meinungen kundtun, verteidigen und weiterentwickeln. Der Ruf des Nobelpreises, heißt es in der Pressemittelung, habe durch die „Publizität“ der jüngsten Vorgänge großen Schaden genommen: Die Namen künftiger Nobelpreisträger...

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rheinische lebensformen

18. April 2018
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a.j. weigoni betrachtet in seinem roman Lokalhelden, der im jahrzehnt vor der jahrtausendwende im »Landeshauptdorf«, also düsseldorf, spielt, vor allem in der »Alkstadt«, die rheinländer im »Weltdorf«, und damit die globale provinz, ironisch und sarkastisch: »Dieses Dorf ist für das Neurosenbürgertum gross genug, um nicht langweilig zu sein; und klein genug, um nicht darin...

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„Ferne“ Du

17. April 2018
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„Ferne“ Du

„Ferne“ Du gehst & gehst/sprichst deutlich Visionäres darein  – unbegehbar undurchschaubar: Da gehst du die Unterschiede ab, triffst Verabredungen ohne Sympathie, du verspielst d a s Wort, indem du es Zugvögelscharen überlässt. Du machst das Wort  t i e f, weil du es nicht zu verwenden weißt. Du schürfst eine Formel von irgend welcher...

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Kreuzung

16. April 2018
Von
Kreuzung

Er mühte sich von Wagen zu Wagen, war er doch gezwungen, sein Bein nachzuziehen. Der mächtige Koffer behinderte ihn. Sperrig, wie er war, schlug er dumpf an jede Ecke. Der Weg zu seinem Abteil erschien ihm endlos. Gang um Gang ließ er hinter sich, gleichgültig war ihm jeder Schritt. Wie sollte er wissen, ob...

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Die Möwe

15. April 2018
Von
Die Möwe

niemand hat uns überliefert, daß die Sprache der Möwen der Wind sei. daß er ihre Methode sei. ihr Testkanal. ihre eigene Lebensgeschichte die sie kreuz und quer an den Himmel schreiben erst als wir begannen sie zu digitalisieren, haben wir die Sprache der Möwen entschlüsselt. sie wirkt unmotiviert, sprunghaft, frei und verhuscht ihre Parameter...

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ES BLEIBT IN DER FAMILIE

14. April 2018
Von
ES BLEIBT IN DER FAMILIE

  des vaters firma läuft, man ist zufrieden. der sohn ist schwul, sie wissen’s nur noch nicht; doch eines tages nimmt er sich zusammen und sagt es ihnen einfach ins gesicht.   die mutter heult: wie kannst du uns das antun! der vater dröhnt: bist du noch unser sohn? doch dann nimmt er den...

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Dabei vergeht eine ganze Zeit:

13. April 2018
Von
Dabei vergeht eine ganze Zeit:

Gesehenes zu erinnern und Gehörtes, Worte zu finden für den schwer erlernten Gebrauch von Sätzen, von Beziehungen unter Wörtern und Sätzen. Dabei vergeht eine ganze Weile, die ganze Dauer von Augenblicken. Wie lange ist ein Auge ruhig und was geschieht, wenn die Lider herunterschlagen im Augenblick, wo das Auge gegen die Dunkelheit steht. Wieviel...

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Worte aufschichten wie Holzscheite

12. April 2018
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