Archiv: Februar 2018

Tiefenhermeneutische Kulturanalyse des Rheinlands

18. Februar 2018
Von
Tiefenhermeneutische Kulturanalyse des Rheinlands

Avantgarde und Heimat, A.J. Weigoni bringt Unvereinbares zusammen. Den Typus des Rheinländers betrachtet er als ein Sammelsurium von Verhaltens- und Denkmustern, die sich im dialektalen Sprechverhalten identifizieren lassen. Weigoni nutzt einen multiperspektivischen Ansatz, der den Unübersichtlichkeiten dieser Zeit entspricht. Lokalhelden spricht nicht über das 20. Jahrhundert, sondern aus dem 20. Jahrhundert heraus; dem sogenannten...

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Über Leistungen eines Kunstwerkes

17. Februar 2018
Von
Über Leistungen eines Kunstwerkes

Vorbemerkung der Redaktion:  In unregelmäßiger Abfolge stellen wir auf den Kulturnotizen Literaturzeitschriften vor. Die fünfte Ausgabe des zweisprachigen Literaturmagazins The Transnational ist diesen Monat erschienen, KUNO bat den Herausgeber René Kanzler um einen Einblick in die redaktionelle Arbeit: Wir brauchen uns nicht zu fragen, was die heutigen Probleme der Welt sind. Täglich wer­den wir...

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Aufnahme

16. Februar 2018
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Aufnahme

Woher sie kamen, weiß niemand. Plötzlich waren sie da, diese Fremden. Traten ein, als ob ihnen alle Türen offen stünden. Sprachen eine Sprache, die keiner verstand. Füllten den Raum mit ihrer schieren Anwesenheit. Standen einfach nur beieinander. Schauten. Staunten. Nahmen begierig alles auf. Nahmen, was sie aufnahmen, mit nach Hause, in die entlegensten Winkel...

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Vollkommen unvollkommen

15. Februar 2018
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Vollkommen unvollkommen

Die Welt ist unvollkommen, sagt Arthur, Godard sagt, das Leben sei ohnehin nur ein schlecht gemachter Film. Er will das Leben besser konstruieren, wenigstens im Film, sage ich, aber mich interessiert, ob ich mein Leben in meinem Leben besser konstruieren kann. Godard, sagt Arthur, will sagen, der Zuschauer kann sein Leben besser im Film...

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RATSCHLAG FÜR P W

14. Februar 2018
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RATSCHLAG FÜR P W

  Aus einer mädchenclique wähle dir nicht die schönste wähle die kopf schräg zuhört als die an dauer gewöhntste   deren hände beim säumen beim jäten nicht ermüden deren augen aus norden deren lippen aus süden   Die da hält ihre schönheit für den mann der woche Ihr aber müßt euch halten eine verwerfungsepoche...

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Während BALD

13. Februar 2018
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Während BALD

Während BALD sich als Wort für das Nächstliegende anschickt, erreicht mich SPÄTER als Vertröstung auf Erreichbares. Damit rückt das Nächstliegende weiter ab, und die Umstände verengen sich umeinander. Solange ich mich aufs Ein-und Ausatmen besinnen kann, ist die Ferne meine abrufbare Wirklichkeit, solange ich mich aufs Aus-und Einatmen besinnen kann, ist die Ferne meine...

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flüsterasphalt

12. Februar 2018
Von
flüsterasphalt

  die sonne schält sich ohne untergrund du verglühst noch immer unter ihr
als spielten unsere schatten miteinander!   deutest du noch immer den fixpunkt am äther in deinen zeilen, die wie waggons
mit abgewerteter währung entgleisen im flüsterasphalt der zeit stehst du im absatz hintergrundrauschen       *** verstolene nächte auf vorrat, Gedichte von...

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WIEPERSDORF

11. Februar 2018
Von
WIEPERSDORF

Gegend – ja, und das Geräusch des märkischen Schweigens; Kein Armageddon tritt ein, nur die Eine, die letzte Perlschnur aus Licht.   Von den sich aufrollenden Wegen her Bäumen sich Schatten, die Putten Und verwachsenen Zwerge wispern Begehrlich Trochäen ins Schwarz.   Auf dem Teich schläft, ein verletztes Erinnern an andere Tage und Gäste,...

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Saint Kitty

10. Februar 2018
Von
Saint Kitty

  F alsche Richtung O ben ist es immer umgekehrt L iege darunter  und darauf L ange Nächte ohne Mond O der Morgenfrost W er weiß   M ein Herz liebt E rbsen und das Glück       *** Die KUNO-Redaktion empfiehlt: Pension Durant, Gedichte von Patricia Brooks. Mit Bildern von Ilse Kilic...

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Die Panzerfäuste

9. Februar 2018
Von
Die Panzerfäuste

Ein anderes Bild, das mich schon mein ganzes Leben lang, seit meiner frühen Kindheit begleitet, sehe ich wieder einmal vor mir: Ich sitze am Fenster oder knie auf dem Fensterbrett in der Wohnung der Eltern meines späteren Schulfreundes, dem Zinsmeister Rudi, und schaue vom letzten Stock des Tante Paula-Hauses hinunter auf den Platz vor...

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Konsequent inkonsequent

8. Februar 2018
Von
Konsequent inkonsequent

Godard, sagt Arthur, hat eine Podiumsdiskussion während der Filmfestspiele in Cannes mit den Worten beendet: Wir streiten hier über die Kunst des Filmschnitts, und draußen läuft die Revolution! Was wollte er damit sagen?, sage ich. Ich glaube, sagt Arthur, die Filme sind nicht revolutionär genug. Warum hat er dann nicht weiterdiskutiert? Er hat die...

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TUNDRALIEDER 1-4

7. Februar 2018
Von
TUNDRALIEDER 1-4

  1 An meinen rippen sägt dreckiger schnee Mama der himmel ist weg Du wirfst mich runter   gut ich geh Es hat ja doch keinen zweck   O der scharfe eisige wind brüllt alles blind   Wann gibt das ewige tosen ruh wann ist die welt wieder rein Ich hab ein messer aus harsch...

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Los, mit dem Foto in der Hand

6. Februar 2018
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Los, mit dem Foto in der Hand

Los, mit dem Foto in der Hand, wenn die Ereignisse sich überstürzen, wenn die Bilder sich jagen, was soviel heißt wie übergangslos. Los, mit dem Foto in der Hand, wenn die Bilder sich jagen. Das Festgehaltene bedarf der Rede nicht, das Verblichene entbehrt jeder Rekonstruktion, das Verwischte fördert Zögern beim Nacherzählen, sofern die Überzeugung...

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Klein aber oho!

5. Februar 2018
Von
Klein aber oho!

Seine Gedichte sprechen über die Unmittelbarkeit der Erfahrung. Enno Stahl Durch die nebensächlichsten Dinge schaut der Lyriker Stan Lafleur ins Weite der Welt. Sein kleiner aber sehr feiner Auswahlband MINI WELT beinhaltet 28 Gedichte über die Möwe im Zeitalter ihrer technischen Reproduzier- und neoliberal geprägten Anpreisbarkeit, über heimatlichen Umgebungswandel und den Stand der Fortschritte...

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Rundgang

4. Februar 2018
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Rundgang

Jedes Jahr zieht der Rundgang in Düsseldorf angeblich bis zu 40000 Menschen an, gefühlte 2000 davon in Pelz gehüllt. Kö-Umleitung. Vor dem Gebäude bilden sich bis zu 100 Meter lange Schlangen. Geduldig stehen sie in der Kälte. Nicht nur vor den Tunnels der Schweiz gibt es in Stoßzeiten Blockabfertigung, auch hier. Die Ateliers sind...

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Meister des Gegensinns

4. Februar 2018
Von
Meister des Gegensinns

die prosaminiaturen von haimo hieronymus, einem meister des gegensinns, in Unerhörte Möglichkeiten / Kurznovellen aus dem Nippiversum, sind kaum länger als vier oder fünf zeilen. doch sie beschreiben gerade in ihrer verknappung präzise plötzliche dialektische umschläge, die, indem eine kleine drehung in der logik der abläufe und dinge die wertigkeit verändert, große und tragische,...

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Baracken- und Underground-Lyrik

3. Februar 2018
Von
Baracken- und Underground-Lyrik

  Wer den schwarz-weiß-karmesinrot gestalteten Umschlag mit kyrillischen Buchstaben auf der Vorderseite und deren deutschsprachige Fassungen auf der Rückseite – mit der umgetauschten sprachlichen Variante der Autor- und Titelbezeichnung – genauer betrachtet, der wird bei der ersten schweifenden Lektüre die russische und deutsche Version dieses Textes fast genau in der Hälfte des Bandes wieder...

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Ich hab mich gefragt

2. Februar 2018
Von