Schimpfen, Auszug

Nein, Aufklärungsarbeit wolle er durchaus nicht leisten, versichert er mir dann beim eigentlichen Einstieg in seine Geschichte, seine Position hinsichtlich dieses Projektes damit beschreibend. Er wolle sich auch nicht der endzeitlichen Stimmung der ersten Wörter unserer Arbeit anschließen, sähe er nun doch erste Möglichkeiten eines Neuanfanges, sein gesamtes Leben betreffend. Sein Scheitern wäre nun einmal eine konsequente Folge beständiger Fehleinschätzungen, aber er wolle es trotz aller Trostlosigkeit mit Humor tragen und er sei bemüht, sich mit dieser Erzählung aller Verluste zu entledigen. Er sei schließlich Co- Autor und Hauptperson dieses Possenstückes, dem er zugleich als Zuschauer beiwohne, und das ihm dabei hinter all den bunten Bildern seine Traurigkeit aufführe. Aber das Leben sei ja selten eindeutig und kein Grund für irgendein Tun zuweilen so einleuchtend, wie seine spätere Bewertung. Und, dies möchte er explizit hier einfügen, er sei ja in den Bildern gescheitert, und nicht an ihnen, also an ihrer irgendwie gearteten Verwertung. Was dies bedeute, würde sich erst in der Schilderung dieses Umstandes erhellend darstellen.

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Schimpfen, von Peter Meilchen, Edition Das Labor, Linz, Neheim, Mülheim an der Ruhr 2013 – Der Erstauflage ist limitiert und mit einem Stempel versehen. Da Freunde und Förderer sich bereits im Vorfeld ihr Exemplar gesichert habe, rät KUNO nicht zu zögern und sich diese Preziose zu sichern.

Weitere Werke sind erhältlich über die Edition Das Labor.