Suchbild 8

Ein roter Pegasos wendete unlängst sein Haupt. Einem aufstrebendem schwarzem Ballon zu, dessen Tentakeln sich gerade eben vom Boden gelöst haben. Kein Korb für Mitfahrer.

Zurück wird eine staunende Menge bleiben; – ausserhalb des Bildausschnitts, in einem Flimmer, den man auch für eine Fata-Morgana halten könnte…

Verdunsten in Schleierschwaden.

Eine Schichtung, die in der Transpiration spürbar ist. Spuren.

Sandwich, eine über die andere Verfahrensweise stülpen, durchsichtig sein. Transzendenz.

Die Luft wird dünner.

In der oberen Bildhälfte, vielleicht über der Stratosphäre, herrscht ein diffuses Farbflirren, das ohne Schattenriss ineinander übergeht, und sich scheinbar in die Spektralfarben auflöst.

Wen wunderts, wenn die Borte mit blauem, durchsichtigen Papier keine starre Rahmung bildet?

 

* * *

A. J. Weigoni, Cyberspasz, a real virtuality, Novellen, Edi­tion Das Labor, Mülheim an der Ruhr 2012.

A. J. Weigoni, Zombies, Erzählungen, Edition Das La­bor, Mülheim an der Ruhr 2010.

A. J. Weigoni, Vignetten, Novelle, Edi­tion Das Labor, Mülheim an der Ruhr 2009.

Eine erste Reaktion kann man auf kukultura-extra nachlesen, zusätzlich kann man einen ausführlichen Essay als E-Book auf Bookrix herunterladen und ein Hintergrundgespräch auf Lyrikwelt.de lesen. Ein nicht minder lesenswerter Essay findet sich auf fixpoetry. Eine Leseprobe findet sich hier und Probehören kann man eine Rezitation von A.J. Weigoni auf MetaPhon die durch Tom Täger vertont wurde.