Archiv des Autors: Matthias Hagedorn

Über die Erinnerungslosigkeit

Peter Meilchen liebte es, am Rhein entlang zu flanieren. Er fügte der Horizontale des Begehbaren meist die gedankliche Vertikale hinzu. „Medienkombination“ nennt die Deutsche Nationalbibliothek ein Werk, das sich nicht auf den ersten Blick zuordnen läßt. Literatur findet nicht mehr … Weiterlesen

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Zyklop

Das Photobuch Zyklop I ist mit einer partikularen Sichtweise eine ebenso wunderbare, wie irritierende Erfahrung. Das eine ist nicht vom anderen zu trennen, denn Haimo Hieronymus will unbestreitbar Schönheit schaffen und er will hier nicht weniger als von allem erzählen: … Weiterlesen

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Die Bonner Republik, ein ´Retrotopia`

A.J. Weigoni beschreibt den Topos des Nichtorts als Sehnsuchtsort: Das Rheinland! Lokalhelden definiert den geschmähten Begriff ´Heimatroman` neu. Das Rheinland erscheint hier als eine in die Jahre gekommene BRD (Westdeutschland), eine angeschmutzte Provinz. Unter praktischen Gesichtspunkten qualifizieren sich die Bewohner dieses … Weiterlesen

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Der ebenerdige Herr Nipp

Seine Bücher sind eine ´Ware`, die kein Mindesthaltbarkeitsdatum tragen. Haimo Hieronymus präsentiert 2017 Über Heblichkeiten, Floskeln und andere Ausrutscher aus den Notizbüchern des Herrn Nipp. Wir finden in diesem Buch sprachliche Floskeln, die noch nicht etabliert sind, unverzeihliche Versprecher und … Weiterlesen

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Das lyrische Gesamtwerk von A.J. Weigoni

Dieses Ich ist kein anderer, es ist von Buch zu Buch und zu Hörbuch: A.J. Weigoni. Das Frühwerk Wiederbeatmung, die Trilogie Letternmusik – ein lyrisches Polydram in fünf Akten, Dichterloh – ein Kompositum in vier Akten und Schmauchspuren – eine Todeslitanei, … Weiterlesen

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Künstlerbücher und andere Curiosa

Ich werde so lange schreiben, wie es Papier gibt. Hanne Darboven In der Zeit des Digitalen erlebt die Frage nach der Materialität von Literatur eine neue Blüte. Wie kaum eine andere Galerie in Deutschland hat ‘Der Bogen’ in Arnsberg immer … Weiterlesen

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Twitteratur

Der Traum des Kritikers ist es, eine Kunst durch ihre Technik zu definieren. (Roland Barthes) Technische Neuerungen sind immer auch eine Chance für scheinbar überholte literarische Formen. Bisher bilden die kleinen Formen in jeder Systematik der Literaturwissenschaft neben Epik, Lyrik … Weiterlesen

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Poetische Feldforschung

Totsein ist kein Wunschkonzert. Walter Benjamin Holger Benkel beweist als Lyriker in seinem Band Seelenland ein Gespür für das Unvertraute im Vertrauten, das Unheimliche des Alltäglichen, das Scheinhafte des Realen. Sein Beharren auf der ehemals kultischen oder liturgische Funktion der … Weiterlesen

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Ohrenzwinkern

Die Schrift ist gegenüber dem Medium der mündlichen Sprache und Kommunikation minderwertig, da sie sich nachteilig auf das Erinnerungsvermögen auswirkt. Platon Die Ausgangsfrage lautet „Label“ oder „available“? Im multimedialen Bienenstock lanciert die Edition Das Labor auf der Plattform vordenker.de mit … Weiterlesen

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Tag der Erstausgabe – eine Zeitgeschichtsilluminierung

Hier ist er also, der große Zeitroman für Marcel-Reich-Ranicki. Wend Kässens, NDR 3, Literatur vor Mitternacht In seinem ersten Roman stellt A. J. Weigoni die Welt auf die Vergänglichkeitsprobe. Zwischen November 1989 und März 1990 komprimiert sich deutsche Geschichte unter dem … Weiterlesen

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Wortspielhalle, eine Sprechpartitur

Die mit dem lime_lab ausgezeichnete Sprechpartitur von Sophie Reyer und A.J. Weigoni bietet die Möglichkeit, sich Kodierungen der Nachrichten- und Informationskanäle, der Bild-, Ton- und Filmarchive in intensiver Textausdeutung zu erschliessen. Die mit der Schauspielerin Marion Haberstroh und dem Sprechsteller A.J. Weigoni umgesetzte Sprachkomposition ist … Weiterlesen

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Alphabetographie

Die künstlerische Aneignung des Alphabets als Ursprung unseres abendländischen Denkens, der Siebenmeilensprung zwischen Alpha und Omega – ein gewagter Entwurf. Daß sich Haimo Hieronymus das Alphabet vornimmt, es bebildernd lexikalisch durchexerziert, ist die konsequente (Weiter-) Entwicklung seines gattungsübergreifenden Arbeitens. Sprache, … Weiterlesen

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Retrospektive Peter Meilchen

Es gibt keine allgemeinen Formen des Erinnerns, die Edition Das Labor hat as Vermächtsnis von Peter Meilchen angenommen und macht kulturelle und biographische Zugänge zu seinem Werk recherchierbar Den Roman Schimpfen von Peter Meilchen  zu veröffentlichen ist mehr als Trauerarbeit. … Weiterlesen

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Denken ohne Augenklappe

Die aktuellen Krisen, die unseren Globus schütteln, sind begleitet von einer Krise unseres Denkens, die damit auch zu einer Krise unseres politischen, kulturellen, wissenschaftlichen, wirtschaftlichen und sozialen Handelns wird. Wir müssen unser Denken und Handeln verändern und weiterentwickeln. Das ist … Weiterlesen

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Prægnarien

Meist ist ein Projekt mit der Ausstellungseröffnung abgeschlossen. Das in der Reihe Rheintor vorgestellte Künstlerbuch Prægnarien wurde jedoch erst durch das Hörbuch abgerundet. Als gegenseitig befruchtender Dialog zwischen Musik, bildender und lyrischer Kunst sollte man die Prægnarien verstehen. Haimo Hieronymus … Weiterlesen

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Das Hungertuch, Künstlerpreis

Die Deutsche Kritik neigt dazu, klüger als die Kunst sein zu wollen. Dies zu ändern ist im Jahr 2001 der Kunstförderer Ulrich Peters angetreten und hat mit dem Hungertuch einen Künstlerpreis gestiftet, der in den zehn Jahren seinen Bestehens von … Weiterlesen

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Cyberspasz, Novellen

Der moderne Flaneur sitzt vor dem Bildschirm. Ihn schlägt nicht weniger als die Welt in ihren Bann. Bilder und Wörter halten ihn gefangen… Wie Goethes dichterisches Ich schlendert der Flaneur im Internet ’so für sich hin‘ und lässt die Gedanken, … Weiterlesen

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Rheintor, Revisited 1989 – 2017

Sei selber die ununterbrochene Gefahr, das sagt die Kunst. Gottfried Benn Was die Artisten dieser Reihe verbindet, ist der Rhein. Alles im Fluß, in Fluß. Es begann ganz lässig mit dem Kunstprojekt Drei über Wasser 1989, im Rheintor trafen sich … Weiterlesen

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Zombies

Ich mag den Gedanken, dass Zombies wie wir sind. Die größten Monster sind doch sowieso unsere Nachbarn, der schlimmste Horror befindet sich immer direkt nebenan. Die Zombies lernen, sie imitieren die Menschen, was wiederum die Frage aufwirft, ob sich die … Weiterlesen

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Vignetten

Jedes Wort, jeder Satz sitzt. Parataktisch, oft stakkatoartig werden die Sätze vorgetragen. Klänge, die vieles anklingen lassen, und Inhalte, die ins Innere der Dinge vordringen, evozieren gleichsam ganze Kapitel. Theo Breuer (Poetenladen) Reduktion, Konzentration und Klarheit: Diese Vignetten sind schmal, … Weiterlesen

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