Vignetten

Jedes Wort, jeder Satz sitzt. Parataktisch, oft stakkatoartig werden die
Sätze vorgetragen. Klänge, die vieles anklingen lassen, und Inhalte, die
ins Innere der Dinge vordringen, evozieren gleichsam ganze Kapitel.

Theo Breuer (Poetenladen)

Schreibstab auf dem Cover von: Peter Meilchen

Man weiss nicht, was man mehr bewundern soll: die schlanke Ökonomie dieser Erzählung oder die Stringenz, mit der sich diese Novelle entwickelt. Mit den Vignetten definiert A.J. Weigoni eine Literaturgattung neu. Er praktiziert damit mehr als das Schreiben, diese Novelle ist ein Sich–Einschreiben in die Welt. Mit seinen Prosavignetten verstößt Weigoni gegen das Gebot: “Du sollst Dir kein Bildnis machen”. Seine 24 Bildnisse bestehen aus vielerlei Facetten. Und außerdem wird in den Vignetten wird alles Spätere präfiguriert, es blitzt die Kunst der Verknappung und die Wucht der schmerzhaft präzisen Sätze auf; und schließlich setzt sich aus zuvörderst disperat wirkenden Einzelteilen eine Geschichte zusammen. Das Handlungskonzentrat dieser Novelle bewegt sich auf der Zeitleiste zwischen Rhein und Nil, sie erhält sich das prekäre Gleichgewicht aus Schönheit, Spannung und Melancholie bis zum Schluß.

Erhältlich über: info@tonstudio-an-der-ruhr.de

Weiterfühend → Poetenladen, Essay, Hörprobe

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