Retrospektive Peter Meilchen

Der “Künstler Meinen” in seinem Atelier. – Photo: Dieter Meth

Den Roman Schimpfen von Peter Meilchen  zu veröffentlichen ist mehr als Trauerarbeit. Es ist der Versuch einer notwendigen Reparatur einer schicksalhaften Ungerechtigkeit.

Schimpfen ist ein Text ohne Gedächtnis, allein von Erinnerungen an Bilder, Gerüche, Gefühle getragen und auf der Suche nach einer zu erzählenden Geschichte. Wer von seinem Leben erzählt, erzählt immer eine Erfolgsgeschichte. Wer erzählt, lebt.

Peter Meilchen ist ein Frühverlorener, seine Biografie endet nicht mit dem Tod, er lebt weiter – durch sein Werk.

Schimpfen, Roman, Edition Das Labor, Mülheim 2013

Digitally remastered im Tonstudio an der Ruhr

Die Restauration von Schland ist eine Resynchronisation, die Bild und Ton des Films, im vorliegenden Original gegeneinander verrutscht, wieder in den richtigen Bezug zueinander bringt.

Peter Meilchen geht mit seiner Kamera so dicht an die Dinge dieser Welt heran, daß diese ihren Anspruch aufgeben, Dinge dieser Welt zu sein – und zum Bild werden können. Sein ‘Sehen’ ist kein Begaffen, sondern existenziell vollzogen.

Zuletzt zu sehen in der Reihe Frühlingel, die im Kunstverein Linz zu sehen war und im Buch / Katalog-Projekt Wortspielhalle dokumentiert ist.

Schland – DVD von Peter Meilchen, 1992

Hörbuch

Es geht beim Hörbuch Texte, die so intensiv und bilderreich das Ineinandergreifen von gegenwärtigen und vergangenen Sinneswahrnehmungen ausleuchtet, auch um die Augenblicke, da das Wahrnehmen in das Verlangen umschlägt, das Wahrgenommene schreibend zu fixieren. Wer von seinem Leben erzählt, erzählt immer eine Erfolgsgeschichte. Ganz auf die Ablagerungen der eigenen Biographie setzend und ohne Attitüde benennt Peter Meilchen so die Quelle seiner reichen und doch nie vagen Texte. Wir freuen uns die Aufnahmen von Martin Meinschäfer in dieser Reihe vorstellen zu können.

Texte – Hörbuch von Peter Meilchen, 2007

Weiterfühend → Eine Hörprobe dieser Texte hören Sie in der akustischen Anthologie MetaPhon.

Bildtagebuch aus dem Schalt–Jahr 2003/04

Das Bildtagebuch Beobachtungen eines Unsichtbaren besteht aus 366 Bildern (Din-A-4-Arbeiten) und stellt das Schalt–Jahr 2003/04 mit seinen täglichen Wahrnehmungen und den entsprechenden gedanklichen Verbindungen des Künstlers. Seine Kunst setzt die andere Möglichkeit der Deutung voraus. Man braucht sich nicht auf die eine und allein gültige Botschaft festzulegen.

Meilchens Bilder sprechen zum Betrachter in vielen Sprachen. Seine Arbeit einer Gattung zuzuordnen hieße, seine Kunst vom Leben zu trennen.

Beobachtungen eines Unsichtbaren – DVD von Peter Meilchen, 2004

Weiterfühend → Lesen Sie auch den Nachruf über Peter Meilchens Lebenswerk und den Essay 50 Jahre Krumscheid / Meilchen über die Retrospektive im Kunstverein Linz.

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